Tief unter der idyllischen Juralandschaft verbirgt sich ein Labyrinth, das einst die Strassen der Welt veränderte: Die Asphaltminen von La Presta.
Warum La Presta fasziniert
Stell dir vor, der Asphalt unter deinen Füssen in London, Paris oder New York stammt direkt aus diesem beschaulichen Schweizer Tal. Bis 1986 wurde hier im Untertagebau hochwertiger Naturasphalt abgebaut. Heute ist das Bergwerk ein lebendiges Denkmal der Industriekultur.
Über 100 Kilometer Stollen wurden in den Berg getrieben. Ein Teil davon ist heute für Besucher zugänglich.Sobald man den Helm aufsetzt und in den kühlen Schlund der Mine eintaucht (konstante 8°C – Jacke nicht vergessen!), spürt man die harte Arbeit der Bergleute fast körperlich. Man kann die Mine nicht verlassen, ohne den berühmten «Hamme im Asphalt» probiert zu haben. In heissem Asphalt gegarter Schinken – klingt abenteuerlich, schmeckt aber legendär saftig.
Wir machen uns auf den Weg!
Wir haben uns entschieden: Erz.reisen wird La Presta besuchen. Wir wollen wissen, wie es sich anfühlt, im dunklen Bauch des Juras zu stehen, und ob der Asphalt-Schinken wirklich hält, was er verspricht.
Was euch erwartet: Wir werden für euch die Stollen erkunden, die alten Förderanlagen unter die Lupe nehmen und unsere persönlichen Eindrücke in einem ausführlichen Bericht festhalten.
Bleibt gespannt auf unsere Fotos und den detaillierten Erfahrungsbericht aus der Tiefe des Val de Travers!
In den Tiefen der Sahara, naheder Stadt Zouérat, liegt eines der beeindruckendsten Industrie-Areale unseres Planeten. Abgeschieden von den bekannten Routen und fern jeder urbanen Selbstverständlichkeit offenbart sich hier eine Welt, in der Maßstäbe neu definiert werden und menschlicher Erfindungsgeist auf extreme Landschaften trifft.
Genau an diesem Punkt beginnt eine Faszination, die weit über reine Industrie hinausgeht. Besonders für Erz-Begeisterte und Abenteuerlustige ist Mauretanien eine Pilgerstätte für monumentale Logistik und den Abbau von Rohstoffen in ihrer reinsten Form.
Die Mine von Zouérat: Giganten im Einsatz
Das Herzstück der Region ist der Tagebau von Zouérat. Das hier geförderte Gestein zeichnet sich durch einen außergewöhnlich hohen Eisenerzanteil aus, was es zu einem der weltweit wertvollsten Erze macht. Im Rahmen geführter Touren können Besucher tief in die Mine blicken.
Beobachten Sie die riesigen Muldenkipper, die das tiefschwarze, schwere Erz zu den Verladestationen tragen. Gegenüber dieser Giganten wirken herkömmliche Lastwagen wie Spielzeug.
Um das Erz zum Hafen von Nouadhibou am Atlantik zu transportieren, wird eine Logistik der Superlative betrieben. Drei Mal täglich macht sich ein gewaltiger Lindwurm auf den Weg durch die Wüste. Der Erzzug ist etwa 2 bis 2,5 Kilometer lang und besteht aus bis zu 250 Waggons. Er gehört damit zu den schwersten und längsten Zügen der Erde. Ganze 650 Kilometer purer Einöde durchquert er, eine eingleisige Trasse durch den Sand.
Sonderzug oder Passagierwagen: Wie man heute damit reist
Das früher übliche (aber gefährliche) Mitfahren oben auf den offenen Erzwaggons ist heute für Touristen untersagt. Stattdessen werden zwei professionelle Möglichkeiten angeboten, um die Strecke mitzuerleben:
Als eigenständiger Sonderzug („Train du Désert“): Ein separat fahrender, kleinerer Zug mit eigenen Schlaf- und Aufenthaltswagen. Dieser ist flexibler und kann für Besichtigungen in der Wüste Halt machen. Oder als angehängte Waggons: Bei dieser Variante werden direkt an das Ende des gigantischenErzzuges modernisierte Passagierwagen gekoppelt. Dadurch spürt man direkt vor sich die enorme Kraft der tonnenschweren Fracht.
Für die 650 Kilometer lange Strecke sollten Sie etwa 18 bis 22 Stunden einplanen. Da die Strecke eingleisig verläuft, kann es durch Ausweichmanöver im Gegenverkehr oft zu Verzögerungen kommen. Davon abgesehen spielt Zeit in der Sahara eine untergeordnete Rolle.
Vorbereitung für Ihr Wüsten-Abenteuer
Eine Reise in die Minenregion erfordert eine spezielle Ausrüstung. Der feine Eisenstaub und das staubtrockene, karge Klima stellen hierbei die größten Herausforderungen dar.
Schutz gegen die Elemente
Cheich (Wüstentuch):Unerlässlich, um Mund und Nase vor dem feinen, roten Eisenstaub zu schützen.
Staubdichte Taschen: Packen Sie Kamera und Smartphone in Ziploc-Beutel. Der Eisenstaub kriecht in jede winzige Ritze.
Eng anliegende Sonnenbrille: Schützt vor der UV-Strahlung und dem vom Wind aufgewirbelten Sand.
Kleidung & Ausrüstung
Zwiebelprinzip: Tagsüber herrscht glühende Hitze, nachts sinken die Temperaturen in der Wüste oft bis auf den Gefrierpunkt.
„Alte“ Kleidung: Der Eisenstaub färbt Textilien dauerhaft rötlich-braun. Benutzen Sie Kleidung, die schmutzig werden darf.
Stirnlampe: Wichtig für die Nächte im Zug oder im Wüstencamp.
Buchung & Planung
Veranstalter: Wir nennen Ihnen gerne die Veranstalter. Nur so wird Ihnen der Zugang zur Mine und zum Sonderzug sicher gewährt.
Vorlaufzeit: Planen Sie 6 bis 9 Monate im Voraus, da die Plätze im Sonderzug stark limitiert sind.
Reisezeit: Nur zwischen Oktober und März empfehlenswert.
Eine Reise nach Zouérat ist eine Hommage an die Urgewalt des Bergbaus. Laut ist es, staubig ist es! Aber während man bestaunt, wie sich der endlose Erzzug in die untergehende Sonne zieht, zeigt sich einem deutlich, dass das die spektakulärste Eisenbahnstrecke der Welt ist.
Wir sind am Vortrag auf der FESPO gewesen. Hier finden Sie das Video des Unternehmens Ship’n & Train:
Hier findet sich der Link zu allen Webinaren und Events der Mine.
Das Bergbaumuseum Bochum bietet Besuchern eine faszinierende Reise in die Vergangenheit des deutschen Bergbaus. Mit einem Schaubergwerk von etwa zwei Kilometern Länge und modernen Maschinen wird das Leben und Arbeiten der Bergleute eindrucksvoll dargestellt. Hier kann man hautnah erleben, wie der Alltag der Kumpel unter Tage aussah und welche Technik sie einsetzten.
Das Museum zeigt die technischen Errungenschaften der Bergbauindustrie und beleuchtet auch die sozialen Aspekte des Bergmannslebens. In einem gemütlichen Restaurant können die Besucher bei einer Mahlzeit die beeindruckenden Bilder der letzten Bergleute aus Bottrop betrachten und in Erinnerungen an die glorreichen Tage des Ruhrgebiets schwelgen.
Der Strukturwandel, der das Ende des Bergbaus in Deutschland markierte, wirft einige Fragen auf. War dieser Wandel wirklich bis zum Ende notwendig? Die deutsche Bergbautechnik war weltweit führend, und obwohl die Förderpreise hoch waren, stellt sich die Frage, ob es ökologisch sinnvoll ist, Kohle aus Ländern wie Chile zu importieren.
Das Bergbaumuseum zeigt zahlreiche Maschinen, die die hohe Entwicklungsstufe der deutschen Bergwerkstechnik verdeutlichen. Doch mit dem Strukturwandel ging vieles verloren, was einst den Stolz des Ruhrgebiets ausmachte.
Eine Erläuterung zur Sonderausstellung:
Gegenüber dem Museum befindet sich eine technische Hochschule für Bergbau, was ist die Meinung zu folgenden Projekt:
Heute ist der Bergbau im Ruhrgebiet nur noch im Museum präsent, das Bergbaumuseum Bochum hält diese wichtige Epoche lebendig. Es erinnert uns daran, wie sehr der Bergbau das Leben und die Kultur der Region geprägt hat und welche technischen Meisterleistungen hier erbracht wurden. Ein Besuch lohnt sich, um diese bedeutende Vergangenheit zu verstehen und zu würdigen.
Das Bergwerksmuseum MiBERZ in Dippoldiswalde bietet eine faszinierende Reise in die Geschichte des Bergbaus, insbesondere der Schwerpunkt auf den Einsatz von Holz in diesem Handwerk. Sogar noch vor einigen Jahren wurden zahlreiche alte Bergwerke entdeckt, in denen die Holzkonstruktionen bemerkenswert gut erhalten geblieben sind. Diese Entdeckungen bieten einen einzigartigen Einblick in die Techniken und das Leben der Bergleute vergangener Zeiten.
Im Museum werden zahlreiche Exponate ausgestellt, die das historische Bergwerk-Geschehen lebendig veranschaulichen. Die Besucher können eine Vielzahl von Werkzeugen, Ausrüstungen und anderen Artefakten betrachten, die einst im Bergbau verwendet wurden. Besonders beeindrucken die Holzwerkzeuge, die zeigen, wie innovativ die Bergleute früherer Jahrhunderte arbeiteten.
Ein zentrales Element der Ausstellung ist ein Bild, das den Silberabbau in Dippoldiswalde detailliert darstellt. In der Region dient dieses Bild als Grundlage zur tieferen Erkundung der Geschichte des Silberbergbaus. Es erklärt die verschiedenen Stadien des Abbaus sowie für die Sicherung und Unterstützung der Minen die hohe Bedeutung von Holz.
Am Ende des Ausstellungsbesuchs erhalten die Besucher die Möglichkeit, Holzproben zu untersuchen und so mehr über die Methoden der Altersbestimmung von Holz zu erfahren. Dies gewährt auch einen spannenden Einblick in die * dendrochronologische Forschung, die es ermöglicht, die genaue Zeit zu bestimmen, wann die Holzstrukturen verwendet wurden.
In Dippoldiswalde ist ein Bergwerklehrpfad entstanden, der es den Besuchern ermöglicht, die Geschichte des Bergbaus zu erkunden. Dieser Pfad verbindet historische Stätten.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt Altenberg, wo ein weiteres Highlight auf Bergbauinteressierte wartet. Unter Tage kann man im Schaubergwerk Altenberg hautnah den Zinnabbau erleben. Hier wird durch fesselnde Demonstrationen und Ausstellungen die Geschichte des Zinnbergbaus lebendig gemacht.
Das Bergwerksmuseum MiBERZ in Dippoldiswalde, der dortige Bergbaulehrpfad und das nahe gelegene Altenberg bieten eine umfassende und eindrucksvolle Möglichkeit, in der Region die reiche Geschichte des Bergbaus zu erkunden. Ein Besuch lohnt sich allemal für all jene, die sich für Geschichte, Technik und das Handwerk der Vergangenheit interessieren.
MiBERZ Museum für mittelalterlichen Bergbau Kirchplatz 8 (Schloss Dippoldiswalde) D-17044 Dippoldiswalde
Die Textlinks führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte. * Die Dendrochronologie, dendrochronologische Forschung (griech.: Dendron = Baum, Chronos = Zeit, Logos = Kunde) untersucht Jahrringmuster, um Aussagen über zurückliegende Ereignisse wie Steinschlag, Feuer oder Lawinen, sowie über vergangene Klimaverhältnisse zu erlangen.
In Tarnowskie Góry, im Süden Polens, befindet sich ein beeindruckendes Stück Geschichte: das Silberwerk Tarnowitz. Seit 2017 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe und lädt Besucher ein, die faszinierende Welt des Silberbergbaus zu entdecken.
Silbergewinnung und Entwässerungssystem
Jahrhundertelang wurde in Tarnowitz Silber gefördert. Das aus dem Erz gewonnene Blei diente als Basis zur Silbergewinnung. Bemerkenswert ist das innovative Entwässerungssystem, welches das Grubenwasser mithilfe von Stollen und Kanälen ableitete und gleichzeitig die umliegenden Flüsse speiste.
Ein Verein aus ehemaligen Kumpels
Heute wird das Silberwerk von einem Verein ehemaliger Bergleute betrieben. Mit viel Leidenschaft und Sachkenntnis werden Besucher durch die stillgelegten Stollen geführt. Anschaulich erkunden sie die Geschichte des Bergbaus.
Museum und Führungen
Ein informatives Museum am Eingang des Silberwerks führt in die Geschichte und Technik des Bergbaus ein. Eindrucksvoll zeigt ein Film die Arbeitsbedingungen der Bergleute.
In einem Park nebenan sind ein paar Maschinen ausgestellt, die für den Bergbau wichtig sind.
Die anschließende Besichtigung führt durch tiefe Stollen, vorbei an beeindruckenden Gesteinsformationen.
Bootsfahrt auf dem Unterwasserkanal
Ein besonderes Highlight der Führung ist die 250 Meter lange Bootsfahrt auf einem unterirdischen Kanal. In einem kleinen Boot gleitet man durch das Dunkel und erlebt die mystische Atmosphäre der stillgelegten Mine.
Vorab buchen und weitere Sehenswürdigkeiten
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Vorabbuchung der Führungen empfehlenswert.
Neben dem Silberwerk bietet Tarnowskie Góry weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Zeugen des Bergbaus sind die zahlreichen erhaltenen Halden und Gebäude. In der Stadt selbst laden schöne Parks, Kirchen, gemütliche Cafés und komfortable Hotels zum Verweilen ein.
Fazit
Ein Besuch des Silberwerks Tarnowitz ist ein unvergessliches Erlebnis. Die spannende Führung durch die historischen Stollen, die informative Ausstellung und die Bootsfahrt auf dem Unterwasserkanal lassen die Geschichte des Silberbergbaus lebendig werden. Tarnowskie Góry entpuppt sich als vorzügliche Destination für all jene, die sich für Geschichte, Technik und/oder die Faszination der Unterwelt interessieren.
Für November 2024 planen wir erneut einen Besuch in der Region ein. Auf jeden Fall erweitern wir die Informationen. Schon im Voraus vielen Dank für etwaige Unterstützungen.
Zabytkowa Kopalnia Srebra
Polska, woj. śląskie Szczęść Boże 81 PL-42-600 Tarnowskie Góry
Das Ruhrgebiet, einst die wichtigste Region in Europa für Kohleförderung und Stahlindustrie, konnte den Zollverein durch Zeitzeugen als Weltkulturerbe bewahren. Eine riesige Anlage, welche im Krieg verschont blieb. Wahrscheinlich, weil dafür amerikanische Gelder investiert wurden.
Museum & Anlage des Zollvereins
Einst Steinkohle wurde hier gefördert und verkokst, eine riesige Anlage; der Förderturm gilt als Wahrzeichen von Essen. Das Ruhrmuseum, auf mehreren Etagen, zeigt spannende Ausstellungen. Besonders beeindrucken konnten mich dessen Maschinen und Anlagen:
Auf meinem Rundgang der Sonderausstellung zur Ruhrbesetzung führte ich mehrere Gespräche. Als die Franzosen und Belgier 1923 ins Ruhrgebiet einrückten, rief die deutsche Regierung zum passiven Widerstand auf. Dies verhinderte viel Leid. Heute gilt passiver Widerstand nicht mehr als Mittel der Landesverteidigung, sprich, zu vermeiden Besatzern weitmöglichst zu helfen und die besetzten Gebiete zu verlassen.
Abschnitt Sonderausstellung zur Ruhrbesetzung
Die Kokerei ist eine riesige Anlage und gefiel mir wirklich; ein Freilichtmuseum von eindrucksvollen Industriebauten;
Am Ende spazierte ich, anhand der vielen gewesenen Eindrücke ruhebedürftig, durch die Läden. Ebenso stöberte ich im umfangreichen Museumsshop.
Der Zollverein strotzt dermaßen vor Komplexität, dass dafür ein Tagesausflug knapp bemessen ist. Eine wunderbare Gelegenheit, Ingenieurskunst, Bergbau und Industriegeschichte zu erleben.
Im Mittelalter wurde im Fricktal Eisenerz gewonnen. Als die Schweizer nach dem Ersten Weltkrieg mehr einheimische Rohstoffe suchten, wurde 1919 in einem Steinbruch bei Herznach am Ostabhang des Hübstels Eisenoolith (wieder) entdeckt. Heute befindet sich dort ein Museum, welches einmal pro Monat geöffnet ist.
Der Eisengehalt des Erzes betrug 20 bis 32 %, und beizeiten wurden Versuchsstollen eingerichtet. Im Jahr 1937 konnten 33 329 Tonnen Erz gewonnen werden. Die Jura Bergwerke wurden gegründet, und es gelang jährlich bis zu 211 783 Tonnen Erz zu fördern. Eine 4,2 km lange Seilbahn brachte das Erz zum Bahnverlad nach Frick.
Immerhin konnte die Schweiz damit 30% ihres Bedarfs decken. 1942 entstand dafür ein Betonsilo, heutiges Wahrzeichen des Bergwerks Herznach. Heute befindet sich darin ein ausgefallenes «Bed & Breakfast», für jeden Gast eine besondere Erinnerung.
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs hin kam der Abbau praktisch zum Erliegen, 1946 kümmerten sich die fünf verbliebenen Arbeiter hauptsächlich um den Unterhalt der Grubenanlagen. Ein letztes Aufbäumen mit Abtragungen im Jahr 1955 durch 36 Arbeiter mit 56 664 Tonnen, bevor die Förderung 1966 eingestellt wurde. Das Erz konnte vermehrt nur noch karg gewonnen werden, dieses phosphorhaltige Erz war ferner für den Sphäroguss ungeeignet. Insgesamt sind heute noch die damaligen 32 km Stollen vorhanden.
Im Verein «Eisen und Bergwerke (VEB)» mit Sitz in Herznach halten 200 Mitglieder die Geschichte lebendig. Das gesamte Erzgeschäft machte einst einen folgenreich gigantischen Arbeitgeber aus. Das Bergwerk soll sich zu einem echten Schaubergwerk entwickelt haben.
Heutigentags können 150 m Bergwerk-Luft geschnuppert werden, und viele Ausstellungsgüter treten dabei auf.
Ich habe im Juli 2022 bei einer Reise durch das Fricktal vorbeigeschaut und denke, eine tolle Sehenswürdigkeit verkörpert auch dieses stillgelegte Zeugnis des Bergbaus, insbesondere zugunsten unserer Schweiz.
Ebenso hier gab es einst erheblichen und massgebenden Bergbau. Verein Bergwerk Herznach CH-5027 Herznach
Öffnungszeiten Jeweils am 1. Sonntag von April bis Oktober von 13 – 17 Uhr. Gruppenführungen auf Anfrage jederzeit möglich.
Eine sanfte Schönheit verbreitet auch der Jurapark mit seinen zarten Hügellandschaften. Stärkend ihm einen Besuch abzustatten – ein wunderbarer Naturpark.
Im Kurhaus „Aktivist“ in Schlema befindet sich eine Ausstellung zu den Wismut-Bergleuten, die den Abbau von Uran im Erzgebirge mühevoll geleistet hatten. Sie beginnt anlässlich der schweren Anfangszeiten und endet mit den anspruchsvollen Sanierungsaufgaben. Im Aussengelände ist schwere Grubentechnik zu sehen.
Die umfangreiche Ausstellung wird durch Videoeinspielungen ergänzt. Eine Stunde sollte sich Zeit genommen werden. Die Verdienste des Ehepaares Curie werden eben so gewürdigt wie der Entdecker des Urans, Martin Heinrich Klapproth.
Die Geschichte des Radiumbades Oberschlema erläutert sie ferner. Radiumbäder finden in der Region grosse Verbreitung. In meiner Heimat wurde in Bad Weissenstadt/Bayern ein neues Radiumbad errichtet, denn Radium kann äusserst wirksam zur Gesundheit beitragen.
Dutzende Fotos und Leihgaben der Bergleute sowie Arbeitsgeräte gewähren einen Einblick in den Uranbergbau. Dieser führte bis in 2000 Meter Tiefe. Insgesamt wurden 240 000 Tonnen uranhaltiges Gestein gefördert.
Die Dimensionen der Förderung sprengen jede Vorstellungskraft: Allein aus diesem und sechs weiteren Revieren wurden rund 120.000 Tonnen reines Uranmetall gewonnen. Was nach einer unendlichen Menge klingt, verdeutlicht vor allem die extreme Schwere des Materials: Da Uran eine enorme Dichte besitzt (fast das Doppelte von Blei), würde diese gesamte Menge Metall als massiver Block gerade einmal das Volumen eines einzelnen sechsgeschossigen Plattenbaus einnehmen.
Um dieses kompakte, aber unfassbar schwere Volumen zu isolieren, mussten die Bergleute jedoch Millionen Tonnen Gestein aus bis zu 2.000 Metern Tiefe ans Tageslicht befördern. Von dieser Metallmenge ist zudem nur ein Bruchteil von 0,7 % das tatsächlich spaltbare Isotop U-235, welches die Grundlage für die Nutzung der Kernenergie (und den Bau von Kernwaffen) bildete.»
Im Zuge der Expo 2000 wurde das Bergbaugebiet revitalisiert. Insbesondere die Haldenlandschaft musste saniert werden. Dazu gehörte die Radonsanierung und Wasserreinigung, Wasserbehandlung der austretenden Grubenwässer, die Endlagerung der Filterrückstände, die untertägige Verwahrung von Schächten und Grubenbauten.
Ein neues Kurbad ist nun entstanden und lockt viele Gäste nach Bad Schlema. Hier warten auf die Kurgäste etliche Behandlungen. Dazu erfreuen sie sich an einer besonderen Mineralienausstellung.
Museum des Uranerzbergbaus im Kulturhaus „Aktivist“ Bergstraße 22 D-08301 Bad Schlema
Das Schloss Freudenstein wurde renoviert, um die wunderschöne Ausstellung «Terra Mineralia» zu ermöglichen. Es ist eine Reise zu auserlesenen Mineralien aus aller Welt. Jedem Kontinent ist ein Ausstellungsraum gewidmet.
Mit 3500 Mineralien, Edelsteinen und Meteoriten steht sie den faszinierendsten Ausstellungen weltweit in nichts nach. Bewundernswert, was für Schönheiten in unserer Erde schlummern. Immer wieder ein riesengrosses Staunen auslösend. An der Ausstellung wird auf die Exkursionen von Studenten und Professoren hingewiesen. Gerade im Fachbereich Geologie vermittelt die «TU Freiberg» praktisches Wissen.
Im benachbarten Krügerhaus werden deutsche Mineralien gezeigt – wunderschöne und faszinierende Schätze aus deutschen Fundorten: Silberlocken aus Freiberg, kostbare Edelsteine, atemberaubend schöne Achate, eine Galerie von Kristallmodellen und vieles mehr.
TU Bergakademie Freiberg, Terra Mineralia Schloss Freudenstein Schlossplatz 4 D-09599 Freiberg
Auf einer Pressereise besuchten wir als erste Station die Pfännerhall. Eine grosse Halle, sie diente als zentrale Werkstatt vom Braunkohlenwerk «Wayss & Freytag AG». Die Halle verfügt über Art déco-Elemente und ist mit seiner T-förmigen Kreuzstruktur und den lichtdurchfluteten Innenräumen ein bemerkenswertes Zeugnis der Industriekultur. Zuerst dachte ich, es sei lediglich eine Eventhalle.
Doch Pfänderhall gestaltet eine bewegte Ausstellung über den Bergbau. Nicht nur eine faszinierende Ausstellung: «Fundort Pfännerhall/Diorama Waldelefant»; der Altelefant «Ele» ist hier beheimatet und macht Urgeschichte erlebbar.
Stephan Zurfluh vor dem Waldelefant Ele
Eine wunderbare Ausstellung ist rund um die transozeanische Segelexpedition «ABORA» errichtet. Das Projekt möchte beweisen, dass die Menschen schon seit 16’000 Jahren die Weltmeere befuhren.
Zu guter Letzt noch das erste Fahrrad, welches in der Region entwickelt wurde. Ein Teilnehmer der Pressereise meinte, das allererste Fahrrad sei aus Karlsruhe. Da muss ich noch hin.